Klementine und Benny

Mittwoch, 4. Juli, 2007

Die Woche ist bislang bei mir recht stressig, daher kam ich bis dato leider nicht dazu, viel zu schreiben. Ich habe lediglich den HSV-Trikot-Artikel um aktuelle Fotos ergänzt, wer sich dafür interessiert, kann da ja noch mal vorbei schauen.

Ich las heute zwei Meldungen, die mich erfreut bzw. amüsiert haben. Zum einen hat der Hamburger SV einer Meldung bei kicker.de zufolge ENDLICH einen Iditoten einen Käufer für Benny Lauth gefunden. Hannover 96 zahlt angeblich 500.00 Euro Ablöse und Lauth bekommt einen Vertrag bis 2010. Ob sich die Freude von Dieter Hecking, nun mit Lauth mehr Variabilität und Durschlagskraft im Angriff zu haben, auf die Bundesliga- oder die Regionalliga-Mannschaft der 96er bezieht ist nicht überliefert. Jedenfalls dürften bei Bernd Hoffmann und Beiersdorfer die Korken knallen, dass man diesen überbezahlten Standfussballer endlich los ist!

Die zweite Meldung ist ziemlich verwirrend und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass derzeit keiner (auch der Autor des verlinkten Spiegel-Artikels nicht) so richtig weiß, was eigentlich los ist oder war: Nigel Stepney, seines Zeichens Chefmechaniker des Ferrari Formel 1-Teams, soll vor dem Rennen in Monaco Waschmittel (!) in die Tanks der eigenen Fahrzeuge gekippt haben. Als Grund dafür wird in der Presse Frust über eine nicht erfolgte Beförderung genannt. Bei einer Hausdurchsuchung seiner Privatwohnung in Italien wurde angeblich „belastendes Material“ gefunden. Ich frage mich, was das wohl für Material ist… eine Packung Persil Color Megaperls?

Vielleicht hat ja auch diese Dame ihre Finger im Spiel?

Klementine

Foto: Procter & Gamble Service GmbH

Wer weiß… aber damit nicht genug! Er soll nicht näher definierte geheime Daten an eines oder mehrere andere Teams weitergeben haben, darunter laut „auto, motor & sport“ eine Telefonliste von ranghohen Ferrarimitarbeitern. Eine Telefonliste? Das ist natürlich ein Skandal, der die Motorsportwelt erschüttern würde… Wie dem auch sei, McLaren als vermeintlicher Nutznießer dieser Informationen hat nun auch jemanden entlassen, weil er angeblich Unterlagen von Stepney erhalten haben soll. Es handelt sich um Chefdesigner Mike Coughlan. Warten wir mal ab, wie dieser „Skandal“ weiter geht.

Zu guter Letzt noch ein kurzer Blick in die Heimat.

Wir danken AOL für die jahrelange Verbundenheit mit dem Hamburger SV und den wirklich guten Stadionnamen. Gleichzeitig begrüßen wir die HSH-Nordbank, denn unser wunderbares Stadion im Volkspark hat seinen Namen gewechselt. Nach 8 Jahren ist es nun vorbei mit der „AOL“-Arena, der entsprechende Vertrag ist zum 30.06. ausgelaufen. Neuer Namensgeber ist die HSH Nordbank. HSH steht dabei für „Hamburg/Schleswig-Holstein“, denn die Bank ist 2003 aus der Fusion der Hamburgischen Landesbank und der Landesbank Schleswig-Holstein hervor gegangen. Der Vertrag läuft bis 30.06.2013 und garantiert dem HSV Einnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro.

Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem neuen Stadionnamen noch nicht so recht anfreunden kann. Er ist ungewohnt (das wird sich ändern) und zu lang (das wird sich nicht ändern). Man hatte wohl anfangs auch diskutiert, den Namen auf „HSH-Arena“ zu beschränken, fürchtete aber, dass der Sponsor dabei nicht erkannt wird, sondern ihn eher mit dem HSV assoziiert als dabei an eine Bank zu denken. Das ist leider nachvollziehbar.

Derzeit ist die Verwirrung übrigens völlig komplett, denn anlässlich des am Wochenende dort stattfindenden „Live Earth“-Konzertes, wird das Stadion im Radio stets „HSV-Arena“ genannt. Wahrscheinlich, damit die Leute überhaupt wissen, wo sie hinfahren sollen… „Hey ich fahr zum Konzert in die HSH-Norbank-Arena!“ – „Wo zur Hölle ist das denn?“ – „Keine Ahnung, in Hannover glaube ich…“